Ein Ort wird Musik 2015

Unsere Veranstaltungs-Tipps für Ihren Urlaub im Allgäu

Ich liebe "Ein Ort wird Musik". Ich finde das Konzept großartig Künstler dorthin zu bringen, wo die Menschen sind. Bei uns finden jedes Jahr zwei Veranstaltungen statt, die beide einen ganz besonderen Charakter haben.

Jazzweinkeller 13.10, 18:00 Uhr (€ 8,-)

Hier trifft das Duo Spink (Sxophon und Klavier) auf den Violinisten Florian Meierott. In  charmantem Rahmen - in unserer Ritterstube mit antiken Einbauten - erklingt abwechslungesreiches aus der Pop- und Rockmusik mit Jazz-Einlagen. 

Leider hatte ich nicht die Gelegenheit hier dabei zu sein. Schließlich will ich hier niemanden den Platz wegnehmen.

 

"Zauber der Oper", 16.10, 19 Uhr " (€ 59,-)

 

Unter dem Thema "Zauber der Oper" wurden wir kulinarisch mit einem Mehr-Gänge-Menü und musikalisch mit Florian Meierott (Violine), Iris Schmid am Klavier und Reina Klepper (Sopranistin) verwöhnt. Dieses Jahr tauchten wir dabei in die Welt von Verdi, Wagner und Puccini ein. 

Als wir den Raum betreten, werden wir erstmal ganz still. Unser Service-Team hat wirklich unglaubliche Arbeit geleistet. Die Hofjagdstube ist wundervoll dekoriert und versprüht ihr unnachahmliches Ambiente.

Ich persönlich bin keine große Fleischesserin und so freue ich mich besonders, als ich auf der Karte gleich zwei Fischgerichte finde. Als Vorspeise gibt es dreierlei vom Wildachs, was nicht nur optisch sondern auch geschmacklich ein echtes Highlight ist. Nach der Suppe gibt es schwarzen Heilbutt mit Nudelsalat Asia Style, der in Konsistenz und Würzung genau mein Geschmack ist. Damit bin ich eigentlich schon im Glück, das falsche Kalbsfilet mit Polenta-Strudel schaffe ich - obwohl es hervorragend ist - kaum noch. Schließlich muss Platz für den Nachtisch bleiben und das wird auch belohnt.

Mit persönlich gefällt der Wechsel zwischen Musik und Gängen immer sehr gut. Auch dieses Mal schafft es Florian Meierott und seine Musikerinnen wieder mit Auswahl und Können zu begeistern. Nebenher erfahren wir, dass seine Geige aus dem 18. Jahrhunder stammt und stellen so mit Staunen fest, dass Sie deutlich älter ist, als das Hotel in dem sie gerade spielt. 

Die Stücke entspringen allesamt bekannten Federn, die Aufbereitung für die Violine jedoch von einem begnadeten allerdings recht unbekannten Geiger, dessen Noten Florian Meierott vor dem Vergessen gerettet hat. Man hört auch als Laie durchaus, dass es sich hierbei nicht gerade um leichtere Versionen handelt und am Ende jedes Stückes bricht Applaus los. Ich muss zugeben, mich reissen die Stücken aus La Traviatta und Carmen am meisten mit. So manches mal wundere ich mich, wie aus einer solch zierlichen Sängerin eine so große Stimme kommen kann. 

Ich denke, jetzt habe ich genug geschwärmt. Wir hatten einen sehr schönen Abend und unserem Empfinden nach unsere Gäste auch. Daher freuen wir uns wie immer auf die Neuauflage im nächsten Jahr.

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