Orchideen und Enziane bei Hinterstein

Unsere Wander-Tipps für Ihren Urlaub im Allgäu: Hölle Rundweg

Der Hölle-Rundweg bei Hinterstein ist eines unserer Lieblings-Ausflugsziele um Bad Hindelang im Frühling. Die genaue Beschreibung zur Wanderung an sich finden Sie in meinem Blog-Beitrag "Höllerundweg bei Hinterstein". Kurz zusammengefasst handelt es sich um eine ca. 2 stündige Wanderung, die weder Kletterkünste noch allzuviel Kondition erfordert. Also genau richtig für mich.

 

 

Die Flora und Fauna in den Allgäuer Hochalpen ist äusserst spannend. Durch die unterschiedlichen Untergründe (verschiedene Gesteinsarten, Erden etc) und klimatischen Einflüsse (Höhe, Wind, Sonne ...) entstanden zahlreiche ökologische Nischen. Dem Schild auf dem Weg zum Hölle-Rundweg lässt sich entnehmen, dass sich auf den sogenannten Grasbergen die bunte Pflanzenwelt der "Allgäuflora" ganz besonders präsentiert.

Frauenschuh (Bild auf der Übersichtsseite)

Wir persönlich kommen Mitte Mai immer her, um den geschützen Frauenschuh zu sehen. Diese wunderschöne Orchideenart ist äusserst selten. Man braucht auch ein gutes Auge, um Sie zu entdecken, da sie gerne in lichten Kalkbuchenwäldern wächst und sich zwischen anderem Bewuchs fast schon "versteckt". Mehr zum Frauenschuh findet sich auf Wikipedia. Im Fall des Höllerundwegs haben sich die Frauenschuh ein sehr hübsches Plätzchen ausgesucht. Gleich nach dem "Teufel" in der Wand führt eine Metallbrücke über den Eckbach. Am darauf folgenden Hang links finden sich zahlreiche dieser wunderschönen Blumen. Der Eckbach selbst, an dem man während der Wanderung sehr lange entlang geht, ist ein richtiger Wildbach, in dessen Lauf nicht eingegriffen wurde und damit sehr idyllisch.

Diesmal hatten wir besonderes Glück und haben schon auf den Buckelwiesen vor dem Aufstieg zahlreiche Blümchen entdeckt, die wir Ihnen hier gerne kurz vorstellen möchten:

Stängelloser EnzianGentiana clusii  (oben abgebildet)

Blüht von Mai bis August, gerne auf sonnigen, waldfreien Wiesen. Von den 500 Enziansorten gibt es nur 22 in Mitteleuropa. Diese sind immer seltener, da sie der Bewirtschaftung der Flächen zum Opfer fallen. Umso schöner, dass es sei bei uns noch gibt. Mein Schwiegervater kennt noch ein paar andere "geheime" Plätze, die er unsern Hotelgästen natürlich gerne verrät. Dazu ein ander Mal mehr. 

Schusternägele: Auch Frühlingsenzian genannt

Blüht von März bis Juni. Ist ebenfalls von leuchtendem blau (ähnlich dem Enzian), hat aber nicht dessen charakteristische Form. Hier sind die Blüten flach und ausgebreitet. Ich habe gehört, manchmal blühen Schusternägele sogar nochmal im Sommer. Einen Versuch ist es also wert, selbst wenn Sie erst dann zu uns kommen.

Mehlprimeln:

Auch mehlige Schlüsselblume (wegen des weissen Belags an den Blattunterseiten) genannt. Optisch erinnert die Mehlprimel wie der Name schon vermuten lässt an Schlüsselblumen, farblich unterschiedet sie sich jedoch durch das leuchtende Pink. Sie kommen auch außerhalb des Alpenraums vor, nur hier können wir sie allerdings zielsicher hinführen.

Nicht nur ich habe diesen wunderbaren Rundweg entdeckt. Auch Matthias J. Lange hat mit seiner Familie diese Wanderung gemacht und darüber in seinem Beitrag "Ich habe den Teufel im Allgäu gesehen" berichtet. 

 

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